Explorer vorgestellt · Japan Gold · Arbeitsstand 30. September 2026

EXPLORATION · HYPOTHETISCHE SZENARIEN

Goldsuche.
Neu gedacht.

Japan Gold ist eine kanadische Explorationsgesellschaft, die seit 2013 ein landesweites Portfolio zur Exploration hochgradiger epithermaler Goldlagerstätten in Japan aufgebaut hat.

Japan Gold begann 2013 mit dem Aufbau seiner Landpositionen und technischen Datenbasis. Ab 2020 finanzierte Barrick parallel dazu umfangreiche Geophysik, technische Arbeiten und erste Bohrprogramme. Nun beginnt die nächste entscheidende Phase: Solidcore Resources finanziert ein konzentriertes Explorationsprogramm auf fünf ausgewählten Gebieten.

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27Projekte in Japan
5Solidcore-Target Areas
C$35 Mio.Exploration · 3 Jahre
2013Seitdem in Japan aktiv
01 · Unternehmen & Investment Case

Kanada · TSXV: JG · Gold · Explorer

Viel Vorarbeit.
Noch keine Mine.

Unternehmensprofil
Gesellschaft
Japan Gold Corp.
Japan-Fokus
seit 2013 · Corp. seit 2016
Börse
TSX Venture · JG
US-Handel
OTCQB · JGLDF
Unternehmenssitz
Vancouver · Kanada
Operative Basis
Tokyo · Hokkaido · Kyushu
Aktien
418,89 Mio.
Marktkapitalisierung*
~ C$39,8 Mio.
Fokus
Epithermale Goldlagerstätten
Mineralrechte
> 3.000 km²
* Rechenannahme: C$0,095 je Aktie · Stand der Analyse 30.09.2026

Japan Gold ist kein klassischer Minenentwickler. Solidcore bezeichnet das Unternehmen als größtes Explorationsunternehmen Japans; das Portfolio umfasst mehr als 3.000 km² prospektive Mineralrechte. Über mehr als ein Jahrzehnt hat Japan Gold eine Explorationsplattform für das Land aufgebaut – mit Projektportfolio, lokaler Organisation, Genehmigungskompetenz, eigener Bohrgruppe und einer umfangreichen technischen Datenbasis. [9]

Die Wurzeln der heutigen Gesellschaft reichen bis 2013 zurück. Die Aktivitäten in Japan wurden zunächst über Southern Arc Minerals Japan KK aufgebaut. 2016 übernahm die kanadische Sky Ridge Resources Ltd. diese Gesellschaft, benannte sich in Japan Gold Corp. um und richtete ihren Fokus auf die Exploration in Japan. Seit September 2016 wird die Aktie unter dem Kürzel JG an der TSX Venture Exchange gehandelt; in den USA besteht zusätzlich eine Notierung am OTCQB unter JGLDF, in Deutschland wird die Aktie unter der WKN A2AR49 unter anderem in Frankfurt gehandelt.

Hinter dem Explorer steht ein für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich erfahrenes Team. CEO John Proust verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung im Rohstoff- und Kapitalmarktsektor. COO Takashi Kuriyama war rund vier Jahrzehnte bei Sumitomo Metal Mining tätig, unter anderem als Exploration and Geology Manager der Hishikari-Goldmine und später als General Manager der globalen Explorations- und Entwicklungsabteilung; VP Exploration Jason Letto bringt internationale Explorationserfahrung aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Vale mit. Ergänzt wird das Team durch erfahrene Geologen, Bergbaumanager und frühere Führungskräfte großer Rohstoffunternehmen.

Diese Kombination aus lokaler Bergbauerfahrung und internationaler Exploration ist für Japan besonders relevant. Viele der heutigen Projektgebiete liegen in historischen Bergbauregionen. Auf einzelnen Gebieten fanden später staatlich unterstützte Untersuchungen und auch Bohrungen statt – mit Ergebnissen, die anschließend nicht konsequent weiterverfolgt wurden. Ein konkretes Beispiel ist Mizobe: Eine Bohrung der staatlichen Metal Mining Agency of Japan (MMAJ) traf im Jahr 2000 43,35 m mit 0,89 g/t Gold, darin 20,3 m mit 1,16 g/t Gold. Rund um diesen mineralisierten Abschnitt wurde danach nicht weiter gebohrt. [16]

Japan Gold versteht sich deshalb weniger als Entwickler eines einzelnen Projekts, sondern als Plattform für die Wiedererschließung eines ganzen Explorationsgebiets. Genau darin liegt zugleich die Besonderheit – und das spekulative Potenzial – des Unternehmens.

Die Japan-Gold-Story in 30 Sekunden

Warum ausgerechnet Japan?

Die Investmentthese folgt einer einfachen Kette: günstige Geologie, historische Goldminen, ein jahrzehntelanger Bruch in der Exploration – und seit 2012 die Chance, diese alten Distrikte mit modernen Methoden neu zu untersuchen.

01Pazifischer Feuerring

Vulkanismus und hydrothermale Prozesse schufen in Japan zahlreiche epithermale Gold- und Silberlagerstätten.

→
02Historisches Goldland

Über Jahrhunderte wurde Gold gewonnen – teils aus außergewöhnlich hochgradigen Adern.

→
03Der Bruch 1943

Im Krieg ließ die Regierung die meisten Goldminen schließen; Arbeitskräfte und Material wurden auf kriegswichtige Rohstoffe konzentriert.

→
04Jahrzehnte andere Prioritäten

Wiederaufbau und Industrialisierung standen nach dem Krieg im Vordergrund. Viele historische Goldreviere wurden nicht mit einem modernen, flächendeckenden Explorationsansatz weiterverfolgt.

→
052012 · Ein neues Kapitel

Japan modernisierte sein Bergbaurecht. Japan Gold erkannte früh die Chance und begann bereits 2013, aussichtsreiche historische Golddistrikte systematisch zu sichern.

→
06Portfolio & Vorarbeit

Seit 2013 entstand ein landesweites Portfolio. Ab 2020 finanzierte Barrick parallel dazu rund C$23 Mio. an technischer Arbeit, Geophysik und ersten Bohrprogrammen.

→
07Solidcore · jetzt wird gebohrt

Seit September 2026 finanziert Solidcore rund C$35 Mio. Exploration auf fünf ausgewählten, besonders aussichtsreichen Gebieten.

Die Investmentthese

Japan Gold versucht mit modernen Explorationsmethoden herauszufinden, was unter historischen japanischen Golddistrikten liegt, die über Jahrzehnte kaum systematisch untersucht wurden – finanziert und technisch unterstützt von einem erfahrenen Goldproduzenten.

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02 · Standort Japan

Geologie · Geschichte · neues Suchfeld

Eine alte Bergbaunation.
Neu exploriert.

Japan liegt am pazifischen Feuerring. Vulkanismus und hydrothermale Prozesse schufen zahlreiche epithermale Gold- und Silberlagerstätten – die geologische Grundlage für eine lange Geschichte des Goldbergbaus.

Unter Japan treffen mehrere tektonische Platten aufeinander. Beim Abtauchen ozeanischer Platten entstehen Magmen und heiße, mineralreiche Fluide, die entlang von Bruch- und Störungszonen in Richtung Oberfläche aufsteigen.

Mit sinkendem Druck und fallender Temperatur verändern sich die chemischen Bedingungen: Gold, Silber und andere Metalle können aus den hydrothermalen Lösungen ausfallen und sich in Gängen und Brekzien konzentrieren. So entstanden zahlreiche epithermale Lagerstätten – und damit die geologische Grundlage für Japans lange Bergbaugeschichte.

Dass solche Systeme auch heute noch außergewöhnliche Lagerstätten hervorbringen können, zeigt Hishikari auf Kyushu – Japans einzige bedeutende primäre Goldmine in Produktion. Die hochgradigen Erzgänge wurden 1981 durch eine staatliche MMAJ-Scoutbohrung entdeckt, die einen geophysikalisch definierten Tiefenzielbereich unterhalb alter Grubenbaue testete. [2]

Hishikari nahm 1985 die Produktion auf. Die epithermale Lagerstätte umfasst rund 13 Mio. Unzen Gold und zählt mit Goldgehalten von rund 20 g/t zu den außergewöhnlich hochgradigen Goldlagerstätten weltweit. Seit Aufnahme der Förderung wurden rund 9 Mio. Unzen Gold produziert. Das Beispiel ist für Japan Gold vor allem deshalb interessant, weil die entscheidende hochgradige Mineralisierung unterhalb der historischen Grubenbaue lag. [2]

Historische Goldproduktion · 1930 bis heute

Ein jahrzehntelanger Aufstieg.
Dann der politische Bruch.

Die historische Entwicklung zeigt den außergewöhnlichen Einschnitt besonders deutlich: Noch 1939 bis 1941 lag die Goldproduktion im japanischen Inland jeweils bei mehr als 25 Tonnen pro Jahr. 1943 wurden im Zuge der Priorisierung kriegswichtiger Rohstoffe 251 Goldminen stillgelegt; nur sechs blieben als Erhaltungsminen bestehen. [1]

Goldproduktion in JapanVier Zeitfenster · Tonnen Gold pro Jahr
Vier belegte Zeitfenster · identische Skala 0–30 t/Jahr
VORKRIEG & BRUCH1939–1947
3020100
1943 · politischer Einschnitt251 Goldminen stillgelegt
1939
25,93
1940
>25
1941
>25
1944
5,0
1945
3,9
1946
1,2
1947
2,15
NACHKRIEGSZEIT1965–1968
3020100
1965
8,24
1966
7,98
1967
7,87
1968
7,42
HISHIKARI-ÄRA1988–1995
3020100
1985 · Hishikari startet Produktion
1988
6,62
1990
7,40
1992
9,43
1995
9,20
MODERNE PRODUKTION2017–2022
3020100
2017
6,37
2019
6,31
2020
7,59
2022
4,89
Vier getrennte Zeitfenster, identische Skala. Dargestellt wird ausschließlich Jahresproduktion. Die Zeiträume zwischen den Panels werden bewusst weder verbunden noch interpoliert. Die historischen und modernen Werte entstammen unterschiedlichen amtlichen japanischen Statistikreihen; ihre statistische Abgrenzung ist über den gesamten Zeitraum nicht vollständig identisch. Die Grafik dient daher der Einordnung von Größenordnung und langfristigem Verlauf. [1][3][4]
Ein Einschnitt im Jahr 1943

Der Bergbau verschwand nicht.
Aber seine Richtung änderte sich.

Die Grafik macht den Einschnitt sichtbar: Der Krieg unterbrach eine zuvor bedeutende heimische Goldproduktion abrupt. Nach 1945 nahmen einzelne Betriebe zwar wieder den Betrieb auf, eine breite Renaissance der Goldexploration blieb jedoch aus.

Damit beginnt die für Japan Gold entscheidende Phase: Viele historische Reviere gerieten über Jahrzehnte aus dem Fokus, während sich Wirtschaft, Kostenstruktur und Rohstoffversorgung Japans grundlegend veränderten.

Die naheliegende Frage

Warum wurde dann nicht längst alles wieder untersucht?

Warum daraus eine jahrzehntelange Explorationslücke wurde, lässt sich nicht mit einem einzigen Ereignis erklären. Mehrere wirtschaftliche und strukturelle Entwicklungen wirkten nacheinander zusammen.

1943 · Bruch Gold verliert Priorität

251 Goldminen werden im Zuge der Kriegswirtschaft stillgelegt; nur sechs bleiben als Erhaltungsminen bestehen. Arbeitskräfte, Material und Ausrüstung werden auf strategisch wichtigere Rohstoffe konzentriert.

1945–50er · Wiederaufbau Andere Prioritäten

Einzelne Minen nehmen die Produktion wieder auf. Andernorts müssen aufgegebene oder überflutete Grubenbaue zunächst wiederhergestellt werden – während das Land seine industrielle Basis neu aufbaut.

1934–1971 · US$35 Gold Steigende Kosten, fixer Preis

Der offizielle Goldpreis bleibt über Jahrzehnte bei US$35 je Unze, während Arbeits- und Materialkosten steigen. Für kleinere und technisch anspruchsvolle Untertagebetriebe verschlechtert sich damit die Wirtschaftlichkeit.

1960er–80er · Wirtschaftswunder Industrie statt Goldrausch

Japans rasante Industrialisierung lässt Löhne und den Bedarf an Arbeitskräften steigen. Gleichzeitig macht die zunehmende Handelsliberalisierung importierte Rohstoffe immer konkurrenzfähiger.

1980er–2000er · Internationalisierung Kapital geht ins Ausland

Japanische Bergbaukonzerne investieren zunehmend in große internationale Lagerstätten. Spekulative heimische Goldexploration steht dabei nicht im Mittelpunkt der Kapitalallokation.

Japan fehlte also nicht das geologische Wissen – über Jahrzehnte fehlten vor allem der wirtschaftliche Anreiz und später ein breiter Junior-Explorer-Sektor nach kanadischem oder australischem Vorbild, der historische Goldreviere mit Risikokapital und moderner Explorationstechnik systematisch neu testet.

03 · Ein neues Explorationsfenster

2012 · Mining Act

2012 änderte Japan
die Spielregeln.

Mit der Reform des Mining Act begann 2012 ein neues Kapitel für die Exploration in Japan. Die Reform wurde 2011 beschlossen und trat am 21. Januar 2012 in Kraft. Vor dem Hintergrund eines intensiveren internationalen Wettbewerbs um Rohstoffe modernisierte Japan die Regeln für die Vergabe und Kontrolle von Bergbaurechten und wollte die Entwicklung heimischer Ressourcen stärker an geeignete Akteure binden. [5]

Zu den zentralen Änderungen gehörten neue Anforderungen an die technische und finanzielle Leistungsfähigkeit von Antragstellern sowie stärkere staatliche Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten bei Explorations- und Bergbaurechten. Damit entstand ein neu geordneter regulatorischer Rahmen für Unternehmen, die japanische Rohstoffvorkommen systematisch erkunden und entwickeln wollten.

Japan Gold erkannte diese Phase früh als strategische Chance. Nach eigener Darstellung arbeitet das Team seit Anfang 2013 im Land. Es begann historische Explorations- und Produktionsdaten auszuwerten und sich systematisch aussichtsreiche Landpositionen in bekannten Golddistrikten zu sichern. [6]

Der frühe Einstieg wurde zu einem wesentlichen Teil der Unternehmensstrategie: Während moderne Exploration in vielen historischen Goldrevieren noch am Anfang stand, baute Japan Gold über Jahre ein landesweites Projektportfolio auf. Diese Landpositionen und die daraus entstandene Datenbasis bildeten später die Grundlage für die Zusammenarbeit mit Barrick und heute Solidcore Resources.

2012 war damit für Japan Gold der Startschuss. Die Reform schuf den regulatorischen Rahmen, den das Unternehmen ab 2013 konsequent nutzte – mit dem Ziel, sich früh Zugang zu aussichtsreichen historischen Golddistrikten zu sichern und dort moderne Exploration aufzubauen.

04 · Strategische Partner

Vom Portfolio zur Bohrkampagne

Erst Barrick.
Dann Solidcore Resources.

Japan Gold baute die Landpositionen und die geologische Datenbasis auf. Für die kapitalintensive nächste Stufe holte das Unternehmen anschließend erfahrene Goldproduzenten ins Land – zunächst Barrick zur gemeinsamen Exploration und Entwicklung des Portfolios, heute Solidcore Resources für die fokussierte Exploration ausgewählter Zielgebiete.

2020–2025 · Barrick Alliance

Das Portfolio wird systematisch durchleuchtet.

Barrick finanzierte über mehrere Jahre technische Arbeiten, Geophysik und Bohrprogramme. Das Barrick-Screening umfasste zunächst 28 und später 29 Projekte; sechs erreichten die Second Evaluation Phase. Diese historische Screening-Zahl ist nicht mit dem heutigen Portfolio von 27 Projekten gleichzusetzen, das sich im Zeitverlauf weiterentwickelt hat. 2024 wurden Mizobe, Ebino, Togi und Hakuryu für Bohrtests priorisiert. Nach der späteren Freigabe von Mizobe verblieben Hakuryu, Togi und Ebino als drei finale Barrick Alliance Projects; auf diesen drei wurden abschließend acht Scout-Bohrungen über 3.062 m durchgeführt. [7][8]

Die Allianz endete zum 31. Oktober 2025 ohne einen Earn-in durch Barrick. Japan Gold behielt sämtliche Mineralrechte; Japan Gold beschreibt die während der Allianz aufgebaute technische Datenbasis als wichtigen Wert für die weitere Exploration. [8]

~C$23 Mio.finanzierte technische Arbeit
29bis zu 29 Projekte im Screening
→
ab 2026 · Solidcore Alliance

Aus Screening wird fokussierte Exploration.

Solidcore Resources ist ein etablierter Goldproduzent mit zwei produzierenden Assets in Kasachstan. Für 2026 erwartet das Unternehmen rund 540.000 Unzen Goldäquivalent Produktion; zum 31. August 2026 verfügte Solidcore über rund US$1,4 Mrd. Cash und US$747 Mio. Net Cash. [10] Für Japan Gold ist Solidcore damit nicht nur Kapitalgeber, sondern ein industrieller Partner mit eigener Exploration, Minenbetrieb und Projektentwicklung. Zum Solidcore Deep Dive →

Solidcore wählte fünf Target Areas aus dem Portfolio aus und verpflichtete sich, über 36 Monate rund C$35 Mio. (US$25 Mio.) Exploration zu finanzieren. Im Budget enthalten ist eine jährliche Management Fee von US$500.000 an Japan Gold. Ein gemeinsamer technischer Ausschuss mit je zwei Vertretern beider Unternehmen begleitet Programme und Budgets; den Vorsitz stellt Solidcore und verfügt bei Patt über die entscheidende Stimme. Nach vollständiger Durchführung von Phase 1 hat Solidcore – abhängig von den Explorationsergebnissen und nach eigenem Ermessen – einen 49-%-Anteil an einem oder mehreren der fünf Target Areas verdient. Für jedes ausgewählte Gebiet wird ein projektbezogenes Joint Venture gebildet: Japan Gold hält zunächst 51 %, Solidcore 49 %. Für diese 49 % ist keine zusätzliche Earn-in-Zahlung erforderlich. [9]

Gleichzeitig investierte Solidcore C$9,453 Mio. über 78,775 Mio. Units zu C$0,12 in Japan Gold und wurde mit 18,81 % zum strategischen Aktionär. Jede Unit enthält eine Aktie und 0,0724 Warrants; insgesamt erhielt Solidcore 5,703 Mio. Warrants mit einem Ausübungspreis von C$0,135 und drei Jahren Laufzeit. Bei vollständiger Ausübung steigt Solidcores Anteil auf teilweise verwässerter Basis auf 19,9 %. Solange Solidcore mindestens 18 % hält, kann es zwei Directors nominieren; zwischen 10 % und 18 % einen. Victor Flores und Tania Tchedaeva wurden bereits in das Board berufen. Solidcore besitzt zudem pro-rata Beteiligungsrechte bei künftigen Kapitalmaßnahmen. Bei erfolgreichen Projekten kann die Projektbeteiligung über die Finanzierung von PFS und BFS stufenweise bis auf 80 % steigen. Parallel erhöht OR Royalties seine bestehende NSR-Royalty gegen US$3 Mio. von 1,5 % auf 2,0 %. [9]

C$35 Mio.Exploration · drei Jahre
5priorisierte Target Areas
Was besitzt der Aktionär im Erfolgsfall?

Solidcore zahlt Phase 1.
Japan Gold behält zunächst die Mehrheit.

Die C$35 Mio. sind kein Geschenk: Bei Erfolg verdient sich Solidcore schrittweise Projektanteile. Dafür muss Japan Gold die kapitalintensive Exploration und die späteren Studien nicht allein finanzieren.

Heute100 %Japan Gold

Ausgangslage auf den fünf ausgewählten Gebieten.

→C$35 Mio. Exploration
JV nach Phase 151 %Japan Gold

Solidcore hält 49 %. Dieser Anteil ist durch die Finanzierung von Phase 1 verdient.

→Solidcore finanziert PFS
Nach PFS30 %Japan Gold

Solidcore kann seinen Anteil auf 70 % erhöhen.

→Solidcore finanziert BFS
Nach BFS20 %Japan Gold

Solidcore kann projektweise bis auf 80 % steigen.

5
Solidcore-Target Areas

Ohne die frühe Exploration sowie PFS und BFS selbst finanzieren zu müssen, kann Japan Gold bis zum Abschluss der Earn-in-Stufen 20 % eines erfolgreichen Projekts behalten. Danach bestehen mehrere Optionen: den 20-%-Anteil bis zur Produktion mitzufinanzieren, 10 % an Solidcore zu verkaufen und die übrigen 10 % in eine 1-%-NSR umzuwandeln oder den gesamten 20-%-Anteil an Solidcore zu verkaufen.

22
weitere Projekte

Sie liegen außerhalb der fünf ausgewählten Target Areas und bleiben Teil der eigenen Japan-Gold-Pipeline. Während der Alliance besitzt Solidcore allerdings ein Right of First Refusal, falls für eine dieser Pipeline Areas ein Angebot eines Dritten eingeht. Damit hängt der Unternehmenswert nicht ausschließlich an den Solidcore-JVs, Solidcore hat bei den übrigen Projekten aber einen strategischen Fuß in der Tür. [9]

~C$40 Mio.
Börsenwert zum Analysestichtag

Solidcore zeichnete 78,775 Mio. Units zu C$0,12 je Unit – 50 % über dem damaligen Marktpreis – und investierte C$9,453 Mio. Equinox investierte weitere C$1,069 Mio. ebenfalls zu C$0,12. Nach Abschluss der Transaktionen waren 418,89 Mio. Aktien ausstehend; Japan Gold bezeichnet sich nach der Wandlung der Wandelanleihen als schuldenfrei. Solidcore hält zusätzlich 5,703 Mio. Warrants zu C$0,135 mit drei Jahren Laufzeit; bei vollständiger Ausübung steigt der Anteil auf teilweise verwässerter Basis auf 19,9 %. Zusätzlich gewährte Japan Gold 17,9 Mio. RSUs sowie 3,545 Mio. Aktienoptionen zu C$0,12; die 418,89 Mio. Aktien sind daher keine Fully-Diluted-Aktienzahl. Ein belastbarer Cash-Bestand nach Abschluss der Transaktion wurde nicht veröffentlicht; deshalb weisen wir an dieser Stelle bewusst keinen Enterprise Value aus. [9]

Wichtig: Auf den Liegenschaften liegt zudem eine NSR-Royalty von OR Royalties, die im Zuge der Solidcore-Transaktion gegen US$3 Mio. von 1,5 % auf 2,0 % erhöht wird. Die Finanzierung reduziert Verwässerungs- und Finanzierungsdruck, ein späterer Projekterfolg gehört Japan Gold dafür nicht vollständig. [9]

05 · Gezielte Bohrungen

Solidcore Resources · fünf Target Areas

Fünf Gebiete.
Fünf geologische Fragen.

Aus dem landesweiten Portfolio von Japan Gold hat Solidcore Resources fünf Gebiete für das gemeinsame Explorationsprogramm ausgewählt: Bajo, Hakuryu, Mizobe, Ryuo und Aibetsu. Sie liegen in historischen Goldregionen auf Hokkaido und Kyushu, befinden sich aber in unterschiedlichen Stadien der Exploration.

Das Ziel ist deshalb nicht überall dasselbe. Mal geht es um die Ausdehnung eines historischen hochgradigen Systems, mal um die Fortsetzung bekannter Strukturen unter jüngerer Überdeckung – und mal darum, aus bereits nachgewiesener Mineralisierung die entscheidenden hochgradigen Zonen herauszuarbeiten.

Für diese Arbeit verfügt Japan Gold über eine eigene Flotte von vier kompakten Diamond-Core-Bohrgeräten: zwei PMC400 und zwei PMC700 mit Bohrtiefen von rund 400 beziehungsweise 700 Metern. Das Unternehmen baute diese eigene Bohrkapazität auf, weil geeignete Explorationsbohrgeräte in Japan nur begrenzt verfügbar sind – und um Bohrprogramme zeitlich flexibler und unabhängiger durchführen zu können. [17]

5Target Areas
C$35 Mio.Exploration
3 JahreProgramm
100 %von Solidcore finanziert

Hinweis: Angegebene Bohrintervalle sind Bohrkernlängen; wahre Mächtigkeiten sind, soweit nicht ausdrücklich angegeben, nicht bekannt.

01
Kyushuhistorischer Minendistrikt

Bajo — Wie groß ist das System?

Bajo liegt in einem historischen Gold-Silber-Distrikt auf Kyushu. Historischen Angaben zufolge produzierte die Bajo-Mine rund 421.000 oz Gold. Rund 317.000 oz davon werden der Sakuru-Hi-Ader zugerechnet, für die Japan Gold historische Gehalte von 125,9 g/t Gold und 557 g/t Silber angibt. [11]

Die moderne Exploration richtet den Blick weit über die alten Grubenbaue hinaus. Geologische Arbeiten deuten darauf hin, dass die besonders hochgradige Mineralisierung nahe dem Kontakt zwischen jüngeren vulkanischen Gesteinen und dem darunterliegenden Grundgebirge sitzt. Eine 3D-IP-Untersuchung über rund 8 × 5 km identifizierte mehrere geophysikalische Anomalien und mögliche kilometerlange Fortsetzungen beziehungsweise parallele Strukturen.

Nächster Schritt: Japan Gold und Solidcore wollen im November 2026 mit den Bohrungen bei Bajo beginnen. Als erstes Programm sind nach Angaben von CEO John Proust 35 Bohrlöcher mit insgesamt rund 18.000 Metern vorgesehen, um die priorisierten Strukturen und geophysikalischen Anomalien systematisch zu testen. [18]

Fragestellung

War Bajo nur eine außergewöhnlich hochgradige historische Mine – oder der sichtbare Teil eines wesentlich größeren hydrothermalen Systems?

02
HokkaidoKonomai-Mine / Distrikt

Hakuryu — Reicht Konomai weiter nach Süden?

Hakuryu liegt am südlichen Ende des historischen Konomai-Epithermaldistrikts auf Hokkaido. Die Konomai-Mine produzierte zwischen 1915 und 1973 rund 2,35 Mio. oz Gold bei durchschnittlich etwa 6,4 g/t. [12]

Hakuryu selbst gehörte zu den Projekten, die Barrick bis zur Bohrphase führte. 2025 wurden drei Bohrungen über insgesamt rund 566 m niedergebracht. HAK-001 lieferte über 0,6 m Bohrkernlänge zunächst 16,2 g/t Gold; eine Nachanalyse desselben Intervalls ergab 24,1 g/t. Die bisherigen Ergebnisse zeigen Mineralisierung, beantworten aber noch nicht die Frage nach ihrer Ausdehnung. [12]

Nächster Schritt: Japan Gold hatte bereits vor Abschluss der Solidcore-Allianz weitere Bohrungen entlang des rund fünf Kilometer langen aussichtsreichen Trends vorgesehen. Das neue Allianzprogramm soll Hakuryu nun weiter testen.

Bleibt zu ergründen

Reicht das Konomai-System weiter nach Süden, als der historische Bergbau erkennen ließ?

03
KyushuHokusatsu-Region

Mizobe — Wo konzentriert sich der Gehalt?

Mizobe liegt in der Hokusatsu-Goldregion auf Kyushu, rund 23 km südlich der Hishikari-Mine. Bereits ältere staatliche Explorationsarbeiten trafen dort breite niedriggradige Mineralisierung – ein Hinweis auf ein ausgedehntes hydrothermales System.

Auch moderne, Barrick-finanzierte Bohrungen bestätigten Goldmineralisierung. MZDD23-003 lieferte nach der Nachbeprobung zuvor unbeprobter Kernabschnitte 144,0 m Bohrkernlänge mit 0,7 g/t Gold. Darin lagen unter anderem 68,25 m mit 0,9 g/t, 16,0 m mit 2,8 g/t, 10,0 m mit 4,3 g/t und 4,0 m mit 6,2 g/t Gold. [13]

Nächster Schritt: Solidcore Resources will das bereits erkennbare System mit einem fokussierten Bohrprogramm weiter auflösen und gezielt nach den strukturell kontrollierten höhergradigen Zonen suchen.

Entscheidend wird sein

Wo innerhalb des breiteren hydrothermalen Systems sitzen die Strukturen, in denen sich wirtschaftlich interessante Goldgehalte konzentrieren?

04
Hokkaidohochgradige Treffer

Ryuo — Hoher Gehalt – aber genug Breite?

Ryuo liegt innerhalb des Ikutahara-Projekts auf Hokkaido und umfasst mehrere historische Abbaubereiche. Besonders auffällig ist die Jinja-Ader: Historische Untertageproben ergaben über rund 72 m Streichlänge durchschnittlich 40,8 g/t Gold und 193 g/t Silber – allerdings bei einer mittleren Adermächtigkeit von nur etwa 0,5 m.

Japan Gold hat Ryuo inzwischen mit 20 Bohrungen über insgesamt rund 7.160 m untersucht. [15] Zu den stärksten breiteren Abschnitten gehören 20,0 m mit 6,3 g/t Gold, darin 5,1 m mit 15,2 g/t. Ein extremer Einzelabschnitt lieferte 0,45 m mit 1.395 g/t Gold und 768 g/t Silber. Solche Werte zeigen das außergewöhnliche Grade-Potenzial – zugleich bleibt die Kontinuität der hochgradigen Zonen die entscheidende Herausforderung.

Nächster Schritt: Weitere Bohrungen sollen Bereiche identifizieren, in denen sich hohe Gehalte mit größerer Mächtigkeit und struktureller Kontinuität verbinden.

Noch offen

Lassen sich die außergewöhnlichen Goldgehalte in ausreichend mächtige und kontinuierliche mineralisierte Zonen übersetzen?

05
Hokkaidohistorischer Minendistrikt

Aibetsu — Einzelvorkommen oder größerer Distrikt?

Aibetsu liegt in einem historischen Bergbaudistrikt auf Hokkaido und umfasst mehrere ehemalige Gold-Silber-Vorkommen. Die Tokusei-Mine produzierte nach Angaben von Japan Gold zwischen 1930 und 1942 rund 38.600 oz Gold und etwa 473.000 oz Silber; im Gebiet sind zahlreiche historische Adern dokumentiert. [14]

Zwischen 1998 und 2002 untersuchte die staatliche MMAJ das Gebiet unter anderem mit fünf tiefen Diamantbohrungen. Rund 500 m nordöstlich der historischen Tokusei-Grubenbaue wurde ein hochgradiger Treffer von rund 69 g/t Gold und 263 g/t Silber gemeldet. Japan Gold wertete die historischen Arbeiten später aus und ergänzte sie durch eigene Oberflächenexploration. [14]

Nächster Schritt: Solidcore Resources soll mit weiteren Bohrungen klären, wie die bekannten Adern und Anomalien strukturell zusammenhängen und ob sich daraus ein größeres zusammenhängendes System ableiten lässt.

Die Exploration soll zeigen

Sind die bekannten historischen Vorkommen einzelne kleine Systeme – oder Teile eines größeren zusammenhängenden mineralisierten Distrikts?

06 · Chancen & Risiken

Explorer ohne Ressource

Große Optionalität.
Große Unsicherheit.

Japan Gold steht vor der Phase, in der aus geologischen Hypothesen belastbare Entdeckungen werden müssen. Die Ausgangslage ist ungewöhnlich: historische Hochgradminen, moderne Geophysik, mehrere separate Zielgebiete und ein vollständig finanziertes Bohrprogramm – aber noch keine definierte Mineralressource.

ChancenWas die Story größer machen kann.
01

Historische Distrikte, moderne Exploration

Mehrere Target Areas liegen bei ehemaligen hochgradigen Minen oder bekannten Goldsystemen. Moderne Geophysik, 3D-Modelle und systematische Bohrplanung können heute Bereiche testen, die der historische Bergbau nicht erreichen oder erkennen konnte.

02

Bajo als möglicher District-Scale Case

Die historische Bajo-Mine war außergewöhnlich hochgradig. Sollten die großräumigen geophysikalischen Anomalien tatsächlich zu einem zusammenhängenden mineralisierten System gehören, könnte sich die Größenordnung des Projekts grundlegend verändern.

03

Fünf separate Explorationswetten

Bajo, Hakuryu, Mizobe, Ryuo und Aibetsu stellen unterschiedliche geologische Fragestellungen dar. Das Explorationsprogramm hängt damit nicht von einem einzigen Bohrziel oder einer einzigen geologischen These ab.

04

Solidcore Resources finanziert die entscheidende Phase

Rund C$35 Mio. Exploration über drei Jahre werden von Solidcore finanziert. Japan Gold kann damit die fünf Target Areas weiter testen, ohne das Phase-1-Programm selbst finanzieren zu müssen. Nach vollständiger Phase 1 hat Solidcore an den von ihm ausgewählten Gebieten jeweils 49 % verdient; Japan Gold hält in den daraus gebildeten Joint Ventures zunächst 51 %. [9]

05

22 weitere Projekte bleiben in der Pipeline

Die fünf Target Areas sind nur ein Teil des Portfolios. Die C$10,5 Mio. Eigenkapitalfinanzierungen von Solidcore und Equinox sollen Japan Gold ermöglichen, auch die übrigen 22 Projekte weiterzuentwickeln, zusätzliche Bohrkapazität aufzubauen und Working Capital zu finanzieren. Während der Alliance besitzt Solidcore für diese Pipeline Areas allerdings ein Right of First Refusal bei Drittangeboten. [9]

06

Zweiter großer Partner nach Barrick

Nach Barrick engagiert sich mit Solidcore Resources erneut ein etablierter Goldproduzent substanziell in Japan. Das beweist keine Entdeckung, zeigt aber, dass professionelle Bergbauunternehmen genügend Potenzial für erhebliche Explorationsausgaben sehen.

RisikenWas die These brechen kann.
01

Noch keine definierte Ressource

Historische Produktion, hochgradige Einzelintervalle und geophysikalische Anomalien ersetzen keine Mineralressource. Bislang ist auf keinem der fünf Target Areas eine wirtschaftlich belastbare Lagerstätte definiert.

02

Kein Barrick-Earn-in

Barrick investierte über mehrere Jahre rund C$23 Mio. in technische Arbeiten und Exploration, reduzierte das Portfolio über mehrere Selektionsstufen auf zuletzt drei Projekte und entschied sich am Ende dennoch gegen einen Earn-in. Japan Gold selbst erklärte bei Abschluss der Allianz, der bis dahin durchgeführte Arbeitsumfang habe nicht ausgereicht, um das Potenzial dieser drei Projekte vollständig zu bewerten. Der ausbleibende Earn-in bleibt dennoch ein relevanter negativer Datenpunkt. [8]

03

Gehalt allein reicht nicht

Ryuo zeigt das Problem exemplarisch: außergewöhnliche Goldgehalte können wirtschaftlich bedeutungslos bleiben, wenn mineralisierte Zonen zu schmal oder nicht ausreichend kontinuierlich sind. Die kommenden Bohrungen müssen Gehalt, Mächtigkeit und Kontinuität zusammenbringen.

04

Geophysik ist noch kein Gold

Besonders bei Bajo sind die großräumigen IP-Anomalien zunächst nur Explorationsziele. Erst Bohrungen können zeigen, ob sie tatsächlich mineralisierte Strukturen repräsentieren und ob dort relevante Goldgehalte vorkommen.

05

Metallurgie und Genehmigungen kommen erst später

Selbst eine bedeutende Entdeckung wäre nur der Anfang. Metallurgie, Wasser, Umweltauflagen, lokale Akzeptanz, Genehmigungen und Wirtschaftlichkeit müssen anschließend separat nachgewiesen werden.

06

Abhängigkeit vom strategischen Partner

Solidcore entscheidet nach Phase 1 nach eigenem Ermessen, an welchen Target Areas es den verdienten 49-%-Anteil übernimmt und welche Projekte später über PFS und BFS weiterfinanziert werden. Zudem hält Solidcore 18,81 % der Japan-Gold-Aktien, kann bei diesem Anteil zwei Directors nominieren, besitzt pro-rata Beteiligungsrechte und stellt das gesamte Explorationsbudget für die fünf Kerngebiete. Ein Strategiewechsel oder ein Ausstieg des Partners könnte Zeitplan und Finanzierung deutlich verändern. [9]

07

Der Erfolg wird geteilt

Solidcore kann bei erfolgreichen Projekten über PFS und BFS seine Beteiligung stufenweise bis auf 80 % erhöhen. Zusätzlich wird die bestehende OR-Royalties-NSR auf 2,0 % erhöht. Das reduziert den Finanzierungsdruck für Japan Gold erheblich, bedeutet aber zugleich, dass ein großer Teil eines möglichen Projekterfolgs an Partner und Royalty-Inhaber geht. [9]

Was muss passieren, damit die These aufgeht?

Am Ende entscheidet der Bohrer.

01
Historische Systeme erweitern

Die Bohrungen müssen zeigen, dass die bekannten hochgradigen Vorkommen über die alten Grubenbaue hinausreichen.

02
Gehalt mit Mächtigkeit verbinden

Spektakuläre Einzelwerte müssen sich in ausreichend mächtige und kontinuierliche mineralisierte Zonen übersetzen.

03
Eine Lagerstätte definieren

Mindestens eine der fünf Target Areas muss den Schritt vom interessanten Goldsystem zu einer belastbar definierbaren Mineralressource schaffen.

Einordnung

Japan Gold bleibt eine hochspekulative Explorationswette ohne definierte Mineralressource. Ungewöhnlich ist jedoch die Ausgangslage: Ein über mehr als ein Jahrzehnt aufgebautes landesweites Portfolio trifft auf historische Hochgraddistrikte, umfangreiche Vorarbeiten durch Barrick und ein von Solidcore finanziertes Explorationsprogramm auf fünf ausgewählten Gebieten. Ob daraus Unternehmenswert entsteht, entscheidet nicht die Geschichte der alten Minen, sondern die kommende Bohrkampagne. Erst wenn Gehalt, Mächtigkeit und Kontinuität zusammenkommen, wird aus geologischer Optionalität eine bewertbare Lagerstätte.

07 · Quellen & Methodik

Primärquellen im Vordergrund

Nachprüfbar statt
nur plausibel.

Alle wesentlichen Zahlen und Aussagen wurden gegen Primärquellen geprüft. Wo Unternehmensangaben historische Daten wiedergeben, wird dies im Text kenntlich gemacht. Bohrergebnisse sind keine Mineralressourcen und werden nicht als solche interpretiert.

Historischer Goldbergbau & Hishikari
  1. [1] Japanisches Parlament, 31.03.1948. Regierungsangaben: 1939–1941 jeweils >25 t Inlandsproduktion; 251 Minen 1943 stillgelegt; Produktion 1944–1947. Primärquelle ↗
  2. [2] Sumitomo Metal Mining / Mining Geology / Solidcore Resources. Hishikari: Entdeckung hochgradiger Erzgänge 1981 durch eine MMAJ-Scoutbohrung auf ein geophysikalisch definiertes Tiefenziel unter alten Grubenbauen; Produktionsbeginn 1985; charakteristischer Gehalt rund 20 g/t. Solidcore beschreibt Hishikari als rund 13-Moz-Lagerstätte mit rund 9 Moz Produktion zwischen 1985 und 2025. Sumitomo ↗ · Discovery paper ↗ · Solidcore ↗
  3. [3] METI – Ressourcenstatistik, historische Produktionsreihen. Jahreswerte der Goldproduktion (Goldgehalt im Konzentrat), darunter die im Diagramm verwendeten Reihen 1965–1968 und 1988–1995. METI-Archiv ↗
  4. [4] Statistics Bureau of Japan / METI. Moderne Jahreswerte: 2017–2020 sowie 2020–2022; für 2022 werden 4.886.419 g Gold ausgewiesen. 2017–2020 ↗ · 2020–2022 ↗
Mining Act & Unternehmenshistorie
  1. [5] Mining-Act-Reform 2011/2012. Reform 2011 beschlossen; Inkrafttreten 2012; neue Eignungs- und Kontrollregeln. METI ↗
  2. [6] Japan Gold, 16.09.2016. Unternehmensangabe zur Tätigkeit in Japan seit Anfang 2013 und zur Entstehung von Japan Gold Corp. Unternehmensquelle ↗
Barrick & Solidcore Resources
  1. [7] Japan Gold / Barrick, 2022–2024. Sechs Projekte in Phase 2; 2024 vier Projekte für Bohrtests priorisiert, darunter Mizobe. Phase 2 ↗ · Priorisierung ↗
  2. [8] Japan Gold, 29.09.2025. Abschluss der Barrick Alliance; drei finale Projekte, acht Scout-Bohrungen / 3.062 m; kein Earn-in. Unternehmensquelle ↗
  3. [9] Solidcore Resources / Japan Gold, September 2026. US$25 Mio. bzw. rund C$35 Mio. Exploration über 36 Monate; fünf Target Areas; Earn-in-Struktur und Optionen nach BFS; US$500.000 jährliche Management Fee; Solidcore-Platzierung von 78,775 Mio. Units zu C$0,12 inklusive 5,703 Mio. Warrants zu C$0,135; Equinox-Platzierung; Wandlung der Wandelanleihen und Schuldenfreiheit; gemeinsamer technischer Ausschuss; Board-Nominierungs- und pro-rata Beteiligungsrechte; Right of First Refusal auf die 22 Pipeline Areas; 17,9 Mio. RSUs und 3,545 Mio. Optionen; OR-Royalties-Erhöhung von 1,5 % auf 2,0 %. Solidcore ↗ · Japan Gold ↗
  4. [10] Solidcore Resources, H1 2026 / Stand 31.08.2026. 2026-Produktionsguidance rund 540 koz Goldäquivalent; Cash US$1,4 Mrd. und Net Cash US$747 Mio. zum 31.08.2026. Primärquelle ↗
Target Areas & Bohrergebnisse
  1. [11] Japan Gold – Bajo. Historische Produktion 421 koz; Sakuru-Hi 317 koz und historische Gehaltsangaben. Projektquelle ↗
  2. [12] Japan Gold – Hakuryu. Barrick-finanzierte Bohrungen 2025 und Nachanalyse des hochgradigen Intervalls. Projektquelle ↗
  3. [13] Japan Gold – Mizobe, 16.11.2023. MZDD23-003: 144,0 m @ 0,7 g/t Au inklusive der höhergradigen Unterintervalle. Bohrergebnisse ↗
  4. [14] Japan Gold – Aibetsu, 2017/2018. Historische MMAJ-Arbeiten 1998–2002 und fünf tiefe Bohrungen; Zuordnung der hochgradigen Intervalle. Die veröffentlichten Japan-Gold-Unterlagen weichen bei Bohrlochbezeichnung und Intervalllänge des historischen MMAJ-Treffers teilweise voneinander ab; deshalb wird im Fließtext bewusst auf eine exakte Intervallangabe verzichtet.Projektquelle ↗
  5. [15] Japan Gold – Unternehmenspräsentation 2025. Übersicht abgeschlossener Bohrprogramme; Ryuo rund 7.162,7 m. Präsentation ↗
  6. [16] Japan Gold – Mizobe, 2023. Staatlich unterstützte MMAJ-Bohrung 12MAHT-2 aus dem Jahr 2000: 43,35 m @ 0,89 g/t Au, darin 20,3 m @ 1,16 g/t Au; keine weiteren Bohrungen um diesen mineralisierten Abschnitt. Primärquelle ↗
  7. [17] Japan Gold – eigene Bohrkapazität, 2017/2019. Japan Gold erwarb zunächst drei kompakte Diamond-Core-Bohrgeräte und erweiterte die Flotte 2019 auf vier Geräte: zwei PMC400 und zwei PMC700 mit Bohrtiefen von rund 400 bzw. 700 m. Als Gründe nannte das Unternehmen die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Explorationsbohrgeräte in Japan sowie mehr Unabhängigkeit und Flexibilität bei der Durchführung eigener Programme. Japan Gold 2017 ↗ · Japan Gold 2019 ↗
  8. [18] John Proust – Interview, 2026. Für Bajo nennt der CEO einen geplanten Bohrstart im November 2026 sowie ein erstes Programm von 35 Bohrlöchern über insgesamt rund 18.000 m. Interview ↗

Quellenstand: 30.09.2026. Bei voneinander abweichenden historischen Angaben wurde entweder die Primärquelle bevorzugt oder die Unsicherheit im Text kenntlich gemacht. Unternehmensangaben sind keine unabhängige Bestätigung.

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Hypothetische Goldfunde, Projekt-NAV und implizierte Markterwartung durchspielen · Modell in Entwicklung

Offenlegung eigener Position · Stand 30.09.2026: Der Autor hält Aktien von Japan Gold Corp. und hat damit ein eigenes wirtschaftliches Interesse an der Kursentwicklung. Es besteht keine Vergütungsvereinbarung oder bezahlte Research-Kooperation mit dem Unternehmen. Japan Gold befindet sich in der Explorationsphase; die in dieser Analyse dargestellten Chancen, Risiken und geologischen Einschätzungen stellen keine Garantie für eine wirtschaftliche Entdeckung oder eine zukünftige Kursentwicklung dar.